La Palma

La Palma, die nordwestlichste Insel der Kanaren, ist neben Teneriffa eines der schönsten Wandergebiete des Archipels. Die Insel hat eine Fläche von etwas über 700 Quadratkilometern und misst in der Nord-Süd-Ausdehnung 46- und von Ost nach West etwa 28 Kilometer.

La Palma wird häufig auch als die "Isla Verde" bezeichnet. Bei unseren ersten Besuch waren wir zunächst etwas enttäuscht als die Boing auf der Landebahn des Flughafens aufsetzte und wir neugierig aus dem Fenster schauten. Von der schönen "Grünen Insel" war nicht viel zu sehen. Statt dessen eröffnet sich uns der Blick auf ein Gebiet was die Einheimischen mit Malpais (schlechtes Land)bezeichen. Das der erste Eindruck doch nicht immer der Beste ist ;-), haben wir bei zahlreichen Wanderungen erfahren. Wärend der karge südliche Teil der Insel überwiegend von Vulkanlandschaften mit spärlicher Vegetation geprägt ist, findet man im Norden üppig grüne Lorbeer- und lichte Kanarische Kiefernwälder. Die Lorbeerwälder enden in dieser Gegend bei etwa 1500 Höhenmetern. Hingegen reichen die Kanarischen Kiefernwälder bis zur Baumgrenze hinauf, die etwa bei 2000 Metern liegt. 

Im Zentrum der Insel befindet sich die Caldera de Taburiente, ein Erosionskrater mit etwa 8 Kilometern Durchmesser, der sich in südwestlicher Richtung zum Meer hin öffnet. Umgeben wird dieser Krater wird von mehreren Berggipfeln jenseits der 2000 Meter-Grenze. Die Caldera ist seit 1954 Nationalparkgebiet mit einer Fläche von 4690 Hektar. Die immergrüne, urtümlich anmutende, von Barrancos und wilden Bächen durchzogene Landschaft bietet viel Spielraum für Wanderungen zum kennenlernen der Isla Verde.

Die größte Insel des Archipels der Kanaren ist Teneriffa . Sie hat von reichen grünen Tälern im Norden, über die unzugänglichen Gebirge in den Ost- und Westzipfeln, den mit 3718 m hohen Pico del Teide (den höchsten Berg Spaniens), bis zu den Stränden mit Sonnengarantie im Süden alles zu bieten.

Wir waren auf dieser schönen Insel im September 1999 und im Mai 2002. Hier einige Bilder ...

Die außergewöhnliche Lage der Inseln ermöglichte die Erhaltung tropischer Vegetation. Feuchtkühle Passatwinde aus West und Nordwest bestimmen das Klima an den Hängen im Westen und fördern dort üppiges Wachstum, besonders in 300 bis 1500m Höhe. In den Hochlagen herrscht ein trockenes Klima mit heißen Sommern und strengen Wintern. Im Windschatten der Vulkanberge (Süden) ist Feuchtigkeit knapp, von Osten wehen heiße Saharawinde und dörren das Land aus.

Diese extremen Klimakontraste schufen eine große biologische Vielfalt, die jedoch durch den Menschen hohen Schaden erlitten hat. Große Urwaldgebiete wurden gerodet, Viehzucht zerstörte viel ehemalige Vegetation, zahlreiche exotische Pflanzen wurden eingeführt ...