Kanarische Inseln

Was immer der Fortschritt diesen reichen Inseln beschert..., wir werden uns ihrer stets so entsinnen, wie wir sie zuerst sahen: rauh, wild und schön; mühsam zu bereisen, doch angenehm zu erinnern; bevölkert von ruhigen, zufriedenen, friedliebenden, aufrichtigen und gastfreundlichen Menschen, die ihre Tage voll Freude über die Gaben der Natur verbringen und die sternklare Nächte mit Liedern, Tänzen und Klängen der Gitarre betören, ... - wahrhaftig glückliche Inseln, die getreueste Annäherung an ein irdisches Paradies ... [Olivia M. Stone, 1889]

Auch heute haben die Kanaren nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. Auch wenn es die meisten Besucher an den Strand zum Meer zieht, hat jede der Inseln abseits der Küsten ihren ganz eigenen Charme. Alle durch Vulkanismus aus dem Atlantik aufgetaucht, haben sie doch höchst unterschiedliche Chataktere.

Die größte Insel des Archipels ist Teneriffa. Sie hat von reichen grünen Tälern im Norden, über die unzugänglichen Gebirge in den Ost- und Westzipfeln, den mit 3718m hohen Pico del Teide (den höchsten Berg Spaniens), bis zu den Stränden mit Sonnengarantie im Süden alles zu bieten.

Gran Canaria ist bei den Sonnenanbetern die Beliebteste, tausende Menschen sonnen sich jedes Jahr in den Dunas de Maspalomas. Einige Kilometer davon entfernt bietet Gran Canaria ein Wanderparadies aus steilen Berghängen und tiefen Schluchten.

Fuerteventura - fast eine Wüste: trocken und sonnensicher, endlose Strände und karge Berge und der Trubel der populären Playa de Corralejo. 

Die Östlichste der Inseln, Lanzarote, trägt nur wenige Farben: die schwarze Ödnis der Lavafelder und die Steppe des Nordens bedecken fast die gesamte Insel. Farbtupfer, wie das Grün der Weinreben und Feigenbäume, das leuchtende Weiß der Häuser und die hellen Sandstrände setzen die Akzente. Das kulturelle Erbe von César Manrique macht diese Insel zu einer Erlebnisreise.

Entschieden ruhiger wird es auf La Palma, auch "Isla la Bonita" - die Schöne - genannt. Helle Sandstrände sind rar; aber Ursprünglichkeit, Nebelwälder, junge Vulkankegel und wunderschöne Touren begeistern den Wanderer. 

Schroff, zerklüftet, zerfurcht, unzugänglich und grün - das sind die Attribute der wohl dramatischsten Kanareninsel - La Gomera - ein weiteres Paradies für Wanderer.

El Hierro ist herb, und will es auch bleiben. Die Inselregierung hat sich für den anderen Tourismus - jenseits von Hotelgroßbauten und Massentourismus - entschieden.